Vita

1988 geboren in Wuppertal
2005 – 2007 Fachoberschule für Gestaltung Wuppertal

2005 – 2016 Assistenz im Atelier von Tony Cragg
2007 – 2014 Kunstakademie Düsseldorf Prof. Didier Vermeiren
2014 Akademiebrief, Meisterschülerin bei Prof. Didier Vermeiren
2016 Gründung des Ausstellungs- und Projektraums “Raum2 INTERVENTIONS” zusammen mit Galerie GRÖLLE pass:projects
2018 Organisatorische und kuratorische Leitung “8. Skulpturenprojekt Hardt”, (Interventions), Wuppertal.
2020 Organisatorische und Kuratorische Leitung “9. Skulpturenprojekt Hardt”,(Interventions), Wuppertal

Kunstförderpreise / Residenz

2016 van-Rinsum Stipendium des VdDK, Düsseldorf
2016 Cité des arts internationale, Paris
2014 Kunstförderpreis Junge Positionen NRW, Herne, Künstlerzeche Unser Fritz 2/3
2014 Kulturbahnhof Eller Sommeratelier Stipendium, Düsseldorf

 

Ausstellungen

Einzelausstellungen

2020 “reflective exchange”, Galerie Grölle Pass Projects, Wuppertal
2018 “BIOS”, Estudiopablodelillo, Oviedo, Spanien
2016 studio, cité des arts internationale, Paris, Frankreich
2016 icebergs, neue Galerie, Essen
2014 Irgendwo hier, Kulturbahnhof Eller
Sommeratelierstipendium, Düsseldorf
2014 Junge Positionen NRW 2014
Kunstförderpreis Unser Fritz 2/3, Herne
2013 curiositas, Kunstverein Heinsberg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2021 “Postwendend”, Mischpoke e.V, Mönchengladbach
2021 “die grosse NRW”, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
2021 “Stadt Park Haus”, Herne
2021 “HERE / there”, Wexford meets Wuppertal, (DE / IRL)

2020 “Tach zu Tach”, Galerie Grölle Pass Projects, Wuppertal
2020 “UNA LINEA INVISIBLE”, Estudiopablodelillo, Oviedo, Spain
2020 “Traum von Natur”, Malkastenpark, Düsseldorf
2019 “round about”, BCMA Berlin
2019 “fabric of art”, Kaiser und Dicke, Wuppertal
2019 “Raum und Objekt XV”, Kunstmuseum Gelsenkirchen
2019 “die grosse NRW”, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
2019 “achtzehnneunzehn”, Von der Heydt Kunsthalle, Wuppertal
2019 “MIMIKRY”, Antichambre Düsseldorf, Photo Weekend Düsseldorf
2018 “art hoc”, duesseldorf-art, Düsseldorf
2018 Kunststandort 1 + 5, Humboldt Forum Berliner Schloss, Berlin
2018 “ichduduwir”, Galerie Grölle pass:projects, Wuppertal
2018 Kunstquartier Arrenberg, Stadtsparkasse Wuppertal
2018 “Congratulations”, Kunstverein Speyer, Mannheim
2018 “Standort senden”, artist unlimited, Bielefeld
2018 8. Skulpturenprojekt Hardt, Wuppertal
2018 “kontrolliert unerwartet”, Kunsthalle Kattwinkel, Wermelskirchen
2018 BIOS, Oviedo, Spanien
2017 “art hoc”, duesseldorf-art, Düsseldorf
2017 “postPost final”, Düsseldorf
2017 “abstractism”, Düsseldorf
2017 “Salon de Bobanisme”, Internationale Festival des arts, München
2016 edition 24, Galerie Grölle pass:projects, Wuppertal
2016 Pestalozzi, Ausstellungsraum Wuppertal
2015 Wahlverwandtschaften, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg
2015 art hoc, duesseldorf-art, Düsseldorf
2015 schöne Aussichten, Kunstverein Recklinghausen
2015 Skulptur, Galerie Grölle pass:projects, Wuppertal
2015 You and I, Kunstraum 1:1, Wien, Österreich
2014 Versus + AD Absurdum backen kleine Brötchen,
Galerie Kunstkomplex, Wuppertal
2014 BCN – Interlandaje, Ausstauschprojekt –
Kunstakademie Düsseldorf und faculty of fine arts Barcelona,
Düsseldorf/ Barcelona
2013 Leonore Araki, Jaana Caspary
Raum für vollendete Tatsachen, Düsseldorf
2012 Ralling Paper,
Asta Ausstellungsraum – Kunstakademie Düsseldorf
2011 Prisma – Klasse Prof. Didier Vermeiren
Kunstverein Recklinghausen
2009 Kunstakademie Düsseldorf – Studenten
Oberkassel, Düsseldorf
2008 Malerei Andrea Lehnert,
Skulptur – Jaana Caspary,
Kunstturm Ratingen
2007 Lichtstarkefestbrennweite
Wirtschaftswunder, Wuppertal
2007 Abstraktion und Wirklichkeit. So und so.
Blickfang Galerie, Wuppertal
2006 Begegnungen, Haus Herbede, Witten
2006 WOGA – Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers, Wuppertal

Einschätzung

Die Wiederholbarkeit und Abwandlung von Formen, die notwendig ist für alles Voranschreiten, bildet ein wiederkehrendes Motiv in Jaana Casparys skulpturaler Arbeit, das sich in ihren Abformungen und Güssen verstärkt. Alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Kissen und Matratzen oder industriell hergestellte Formen unterzieht die Künstlerin einer materialen Dekonstruktion, aus der heraus sie ganz neue plastische Qualitäten und Figur-Gruppen entwickelt.

Eine Variante des Überführens ist die Mimese, die sich konkret in Casparys fotografischen Wandobjekten abzeichnet: organisch geformte Körper, die durch sich wiederholende fotografische Reproduktionen auf ihrer Oberflächenstruktur zugleich auf ihren Referenten wie auch auf ihre eigene Abbildhaftigkeit verweisen. Die Reihe „(Wand)-Steine“ zeigt so visuelle Fragmente von Steinen, während ihr glatt polierter Polyurethan-Körper selbst die Form eines – oft überdimensionalen – Steines nachahmt. Diese Imitation tarnt das Objekt als Replik und macht zugleich im Bruch der optischen Täuschung die Dekonstruktion des Nachgeahmten offensichtlich. Es ist eine „Teleplastik“, also eine „Reproduktion im dreidimensionalen Raum mit seiner Fülle und Tiefe: eine Skulptur-Photographie …“[i], wie Roger Caillois sagen würde, der sich intensiv mit Steinen, Kraken, der Nachahmung und den „diagonalen Wissenschaften“ als einem verknüpfenden Denken zwischen Mensch, Natur und Kosmos beschäftigt hat.

Die Betrachtung des Naturraumes wie auch von Räumen, die sich in Naturgegenständen gebildet haben oder die als geologische und architektonische Raumstrukturen gewachsen sind, fließt wiederkehrend in Jaana Casparys fotografische Werke ein.

[i] Caillois, Roger: Méduse & Cie, Brinkmann & Bose, Berlin 2007, S. 32.

Jaana Caspary beobachtet Korrelationen, die so auch in ihren künstlerischen Arbeiten eine transversale Verbindung zwischen Sehen, Bild, Körper, Objekt, Raum und Zeitlichkeit eingehen. Entlang der Konturen ihrer Objekte oder über die Flächen ihrer fotografischen Ein- und Ansichten entwickeln sich Panoramen und es entsteht „[e]in Prozeß ohne Anfang und Ende, der dennoch nichts anderes tut als anzufangen“[i] – der als eigenständiger Körper zwischen Entdeckung, Freistellung und Hervorbringung zu wirken beginnt.

[i] Vgl. Derrida, S. 42.

Ausschnitt aus dem Text von Christina Irrgang, 2019